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Tag(e) des Judo Bericht

80 Matten, 5 Schulen und 500 Schüler an 5 Tagen

Die Tage des Judo beim Judo-Club Nibelungen e.V.

Ein Transporter voller Judo-Matten war in der Woche vom 07.-11-11.16 in der Umgebung von Lindenfels unterwegs. Der Sinn der Sache war: die Sportart Judo im Odenwald besser bekannt machen.

Der Judo-Club Nibelungen e.V. hat sich dieser Aufgabe angenommen und am bundesweiten „Tag des Judo“ teilgenommen. So machten sich die Trainer des JCN auf die Socken. An fünf Tagen besuchten sie fünf Grundschulen der nähere Umgebung. Dort konnten die Schüler einiges über die fernöstliche Kampfsportart lernen. Nach ersten Spielen, bei denen es darum ging, Körperkontakt aufzubauen und auf den Partner zu achten, folgten verschiedene Vorübungen zu den Falltechniken, die von den Trainern demonstriert wurden. Danach begannen die Kinder, selbst ein wenig zu ringen, indem sie den Partner aus dem Gleichgewicht bringen sollten. Bevor es mit verschiedenen Ring- und Rauf-Spielen weiterging, diskutierten die Teilnehmer, welche Regeln dafür aufgestellt werden sollten. Sie beschlossen im Allgemeinen, dass Kratzen, Beißen, Treten und an den Haaren zu ziehen, nicht erlaubt werden sollte.

Im Anschluss folgten verschiedene Spiele, bei denen es wieder darum ging, den Partner aus dem Gleichgewicht zu bringen, ihn durch geschicktes Schieben und Drücken in eine gewünschte Position zu bringen. Beim Felder-Kampf sollten die Kinder sich gegenseitig von ihrer Matte schieben. Auch das Pfützen-Spiel funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip: durch gezieltes Ringen sollte der Gegner in die Pfütze geschoben werden, die durch Hula-Hoop-Reifen markiert wurden.

Zwischendurch durften die Schüler natürlich Fragen an die Trainer des JCN stellen: was ist der Unterschied zwischen Judo und Karate, warum schlagen und treten Judokas nicht? Wo und wann trainiert der JCN?

Die Trainer zeigten den Schülern ihr Können, indem sie Würfe verschiedener Schwierigkeitsstufen, Haltegriffe und Kniffe ihrer Sportart vorführten. Dies führte oft zu neuen Fragen: Tut das nicht weh? „Nur, wenn die Partner nicht aufeinander aufpassen.“

Zu guter Letzt bekamen die Teilnehmer Urkunden und Flyer des Vereins sowie ein Heftchen, in dem die zehn Judo-Werte beschrieben werden.

Die Aktion fand montags in der Reichelsheimer Reichenberg-Schule statt, dienstags hatten die Judokas Heimspiel in der Lindenfelser Carl-Orff-Schule. Mittwochs besuchten sie die Mittelpunktschule in Gadernheim. Donnerstags und freitags fand man das „Mobile Dojo“ der Judokas in der Turnhalle der Felsenmeer-Schule in Reichenbach sowie der Grundschule in Elmshausen.

So standen, je nach Schule, mal 18, mal knapp 50 Kinder auf einmal auf der Matte. Insgesamt erhielten in diesen fünf Tagen 500 Schüler einen Einblick in die Sportart.

Unterstützt wurden die Judokas vor allem durch den Klavierladen in Gadernheim, der den großen Transporter zur Verfügung stellte, sodass die Weltreise der 80 Judo-Matten, die für die Aktion genutzt wurden, wesentlich reibungsloser und schneller vonstatten gehen konnte als erwartet. Dafür waren und sind die Trainer des JCN sehr dankbar.

Geplant, organisiert und durchgeführt wurde die Aktion von Simon Jährling und Steffen Bickelhaupt, die von Manuel Jährling und Nora Meister unterstützt wurden. So konnten auch Krankheitsfälle kompensiert werden.

Der JCN ist mehr als stolz auf die Aktion.

 

Den Bericht über Gadernheim des Bergsträßer Anzeigers findet ihr hier.